Natürliche Strahlung
Die gesamte Welt und damit auch die Menschen sind ständig ionisierender Strahlung ausgesetzt. Die Ursache dafür sind natürliche Strahlenquellen, die unabhängig vom Menschen entstanden sind und existieren.
Es gibt drei Arten von natürlicher Strahlung: kosmische Strahlung, terrestrische Strahlung und Strahlung durch Radionuklide.
1.) Kosmische Strahlung
Diese Art von Strahlung gelangt aus dem Weltall zur Erde, wird jedoch durch die irdische Atmosphäre stark gemindert.
Die durchschnittliche Belastung auf der Erde beträgt 300µSv pro Jahr, jedoch erhöht sich die Belastung zunehmend mit der Höhe. Im Flugzeug z.B. beträgt die Belastung durchschnittlich 5 µSv pro Stunde (dies sind für einen Piloten bei 8 Stunden Flug am Tag, 14600 µSv pro Jahr)!
2.) Terrestrische Strahlung
Diese Art der Strahlung entsteht durch natürliche Radionuklide in Böden und Gesteinen der Erdkruste, welche bei der Entstehung unseres Sonnensystems entstanden und aufgrund ihrer langen Halbwertszeit noch existieren.
Der Mittelwert der effektiven Dosis beträgt ebenfalls 300 µSv pro Jahr.
3.) Strahlung durch Radionuklide
Hierbei gelangen Radionuklide in Wasser, Pflanzen und Tiere und damit in die Nahrung des Menschen. Dies führt dazu, dass auch der Mensch selbst eine gewisse Menge natürlicher Radionuklide enthält.
Eine besondere Stellung als Radionuklid hat das Edelgas Radon, welches aus dem Boden stammt und damit praktisch überall vorkommt.
Die effektive Dosis pro Jahr beträgt etwa 1400 µSv.
Insgesamt beträgt die jährliche Dosis an natürlicher Strahlung durchschnittlich etwa 2000 µSv und ist damit gleich hoch wie künstliche Strahlenbelastung.
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